Gedicht der Woche

Landschaft im Spätherbst
Über kahle, fahle Hügel
streicht der Dämm“rung
kühler Flügel;
Dunkel wie erstarrte Träume,
steh“n im Tal entlaubte Bäume.

Tiefe Stille, tiefes Lauschen:
Keine Welle hörst du rauschen,
keine Stimme hörst du klingen,
dir des Lebens Gruß zu bringen.

Nur als stummes Bild der Gnade
siehst du dort am stein“gen Pfade,
von des Kreuzes Holz getragen,
durch die Nacht den Heiland ragen.

Ferdinand von Saar (1833-1906)

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