Nebel

Heute mein Gedichttipp passend zur Jahreszeit:

Nebel

Nebel zieht in dicken Schwaden,
die Landschaft ist in seiner Haft,
das Auge muss die Welt erraten
die Dinge wirkem schemenhaft.

Grau und dunkel sind die Tage,
der Himmel trüb, die Straßen leer,
ein Krähenschrei klingt wie“ne Klage,
um das Herz wird“s wund und schwer.

Die Welt ertrinkt im Nebelhauch,
gedämpfte Farben weit und breit
es duftet stark nach Erd“ und Rauch
und öffnet Sinn und Sinnlichkeit.

Einsam fühlt man sich , verloren,
tiefe Stille herrscht im Land,
wird heute etwas neu geboren,
was bis gestern unbekannt?

Nutz die Stund und hör nach innen,
der Weg zu dir ist nicht verweht
lass die Zeit nicht nur verrinnen,
wenn ein Anfang vor dir steht!

Hoffnung braucht nun die Erfüllung,
edle Geister sind gefragt,
Nebel ist doch nur Umhüllung,
deshalb ist man nicht verzagt.

Gedicht von Kurt Würthner 1944

Diese Zeilen passen so richtig in diese Jahreszeit und haben es mir angetan. Wenn Ihr genauso denkt, dann schreibt doch eine Kommentar I.H.

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