Zwischen digitaler Welt und Wirklichkeit

Eins ist klar – die digitale Welt ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sich informieren, austauschen, mitteilen. Schnell und einfach. Jederzeit und überall.

Doch gibt es eigentlich auch ein „Zuviel“? Kann man sich in der digitalen Welt so sehr verlieren, dass man in der Wirklichkeit den Überblick verliert? Wo hört der Spaß auf und wo fangen Ernst und Gefahr an?

Ein Leben ohne unsere digitalen Begleiter scheint seit geraumer Zeit unvorstellbar. Kinder und Jugendliche wachsen mit ihnen auf, lernen bereits in der Grundschule, Computer zu bedienen. Auch bei den Erwachsenen ist es vielfach nicht anders. In unserer Arbeitswelt ist der Computer ein unersetzbarer Kollege. Er ackert den ganzen Tag und wird nicht vor dem  Feierabend abgestellt. Dem Kollegen, der nebenan im Büro sitzt, wird eine Mail geschrieben. Und damit nicht genug: Um den Anschluss nicht zu verlieren, registrieren wir uns auf Sozialen Netzwerken, sollen immer und überall über Smartphone und Co. erreichbar sein. Müssen uns online bewerben, wenn wir weiter kommen wollen.

Ist das vollkommen normal oder total verrückt? Und was passiert, wenn ich bei all dem nicht mitmachen will?

Das alles sind Gedanken, die mich schon lange beschäftigen.

Bei der Arbeit und im Freundeskreis merke ich, welch bedeutenden Stellenwert die digitale Welt in unserem Leben hat und wie wichtig es für uns ist, ein Teil davon zu sein. Denn sie erleichtert vieles und bietet unendlich neue Möglichkeiten. Wir informieren uns binnen Sekunden im Netz und erreichen unsere Mitmenschen auf der ganzen Welt. Und wenn wir wollen, teilen wir öffentlich all unsere Erlebnisse und Gefühle mit ihnen. Aber realisieren wir bei der ganzen Euphorie über die digitale Welt, dass diese nicht nur Vorteile mit sich bringt?

Geben wir im Netz zu viel von uns preis, machen wir uns angreifbar. Wollen wir uns davor schützen und meiden Soziale Netzwerke, könnten wir ausgeschlossen werden – und sind dann auch noch selbst schuld, wenn wir was verpassen.

Manchmal wissen wir nicht, wo die Gefahren lauern und stürzen uns ganz unbedacht ins Netz. In schwierigen Situationen finden wir dort Trost. In einer Welt, die wir selbst gestalten können. Und verpassen vielleicht, was in der Wirklichkeit passiert.

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich ein Teil der digitalen Welt und unserer Entwicklung sein kann, ohne dabei den Blick für die Wirklichkeit zu verlieren. Und ich wünsche mir, dass auch andere sich Gedanken machen und ein Bewusstsein zu diesem Thema entwickeln.

Damit wir in beiden „Welten“ leben können, ohne uns für eine entscheiden zu müssen.

(rx)

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6 Gedanken zu „Zwischen digitaler Welt und Wirklichkeit

  1. Hi,

    interessanter Beitrag, ja. Aber bei der Überschrift wurde ich stutzig. Zwischen digitaler Welt udn Wirklichkeit. Trennt man da? Für mich ist die digitale Welt ein Teil meiner Lebensrealität. Sie hat vieles vereinfacht und ermöglicht soviel Gutes. Das soziale in „Social Network“ ist mir sehr wichtig geworden. Du hast Recht, wenn Du schreibst, dass man die Gefahren im Netz kennen sollte, aber man sollte auch die Gefahren in der „Offline-Welt“ kennen. Ich mache längst keinen Unterschied mehr zwischen digital und offline. Beides ist mir wichtig. Ich ziehe genausoviel Befriedigung und Spaß aus einem Besuch im Theater oder im Stadion wie aus einem Onlinegame oder einem Chat mit Freunden. Das Computerspiel hat bei mir einen ähnlcihen kulturellen Wert wie ein Buch. Beides zeigt Stroytelling und ist eine Art der Kunst.
    Also, sollten wir noch zwischen digital und nichtdigital trennen, oder sollen wir lieber von unserer Lebenswirklichkeit reden? 😉

    LG Martin

    • Hallo Martin,
      vielen Dank für deine ausführliche Antwort und persönliche Meinung! Ich stimmt dir zu, denn natürlich „verschmilzen“ beide sogenannten Welten miteinander. Das ist unsere heutige Entwicklung der wir uns nicht enziehen können und auch auf keinen Fall sollen, da sie eben viel Gutes bringt, wie du schon sagst. Beides ergänzt sich und die eine Seite funktioniert ohne die andere ja gar nicht mehr.
      Und das ist auch eigentlich das, worauf ich aufmerksam machen wollte. Dass wir uns nicht für eine Welt entscheiden sollten, da beide miteinander verbunden sind. Aber dabei ein „gesundes“ Bewusstein dafür entwickeln, um uns nicht zu verlieren. Ich hoffe, man hat irgendwie verstanden, was ich aussagen wollte 😉
      LG rx

  2. Ein super Beitrag. Ich habe mich auch schon öfters gefragt, ob ich das alles wirklich brauche Facebook etc. Aber durch diese sozialen Netzwerke kann ich mit meinen Freunden in ganz Deutschland kommunizieren – und das kostenlos. Aber auch ein, zwei Wochen ohne das ganze ständige erreichbar sein sind wunderbar.

    Liebe rx, ein toller Beitrag.

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