Weihnachten in Schweden

tomte_presse„Nun ist es Nacht. Der alte Bauerhof schläft. Es schlafen alle, die dort wohnen. Der Bauerhof liegt tief im Walde. Vor langer Zeit kam ein Mann in den Wald und rodete ihn und baute dort ein Haus. Wer es war, weiß niemand mehr. Die Sterne funkeln am Himmel, der Schnee leuchtet weiß; es ist bitter kalt. In einer solchen Nacht geben die Menschen acht, dass das Feuer im Herd nicht erlischt. auf dem einsamen, alten Hof schlafen jetzt alle, alle außer einem… Tomte Tummetott. Tomte Tummetott ist wach. Er wohnt in einem Winkel auf dem Heuboden, unf nur des Nachts, wenn die Menschen schlafen, kommt er hervor. Alt ist Tummetott, uralt. Viele hundert Winter hat er erlebt. Wann er auf dem Hof einzog, weiß niemand. Doch alle wissen, dass er dort wohnt. Wenn die Menschen am Morgen erwachen, finden sie seine winzigen Fußstapfen im Schnee, aber niemand hat Tummetott je gesehen. Auf leisen Sohlen schleicht Tummetott im Mondlicht umher. Er wacht über seinen Hof“…….  aus Astrid Lindgren „Tomte Tummetott“  auszuleihen in der Bibliothek. Doch diese Nacht ist anders. Denn es ist Weihnachten auf dem Hof. Die Kinder liegen nach der Bescherung müde und zufrieden im Bett und schlafen tief und fest. Genauso wie der Bauer, den man aus seiner Kammer schnarchen hört. Die Bäuerin schläft neben ihm. Heute ist Heiligabend, das wichtigste Fest in Schweden!!!!!!! Es ist ein Fest des Lichts, des vielen Essens und der Geschenke. AmTag vor Heiligabend wird der Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer aufgestellt und mit Kugeln, Kerzen und Lametta geschmückt. (aus Deutschland übernommen)

Am nächsen Morgen, dem Morgen des heiligen Abends besuchen die Schweden in der Regel Freunde oder Verwandte. Dann geht es nach Hause, und dort ist dann Fernsehzeit. Ab 15:00 Uhr unterhält Donald Duck und seine Familie aus Entenhausen die Menschen in Schweden. Familie Duck gehört seit 25 Jahren fest zum Weihnachtsfest. Oftmals klopft es nun an die Tür, und draußen steht der Weihnachtsmann. In rotem Mantel und mit wehendem Bart bringt er die Geschenke. Eigentlich ist er aber gar kein Mann, sondern eine Art Zwerg, der die Familie beschützt. Ein Tomte, wie Tomte Tummetott eben. Nach der Bescherung heißt es nun:  ran ans Weihnachtsessen:  dafür wird ein Tisch weihnachtlich gedeckt, und es wird Wurst und Schinken, Sülze, Hering, Brot und Rotkohl  aufgefahren. Dazu gibt es Julmust, eine Art Limonade oder Weihnachtsbier. Vor und nach dem Essen wird Glögg getrunken. Glögg ist so ähnlich, wie bei uns der Glühwein. Außerdem bleiben am Weihnachtstag die Fenster geöffnet, damit Nachbarn und Freunde Geschenke hereinwerfen können. Doch bei der vielen Feierei darf man den Tomte nicht vergessen. Denn auch er will für seine Arbeit, die er das ganze Jahr und auch Weihnachten geleistet hat, entlohnt werden. Die Familie stellt ihm am Heiligabend einen Milchbrei vor die Tür.“ Und so schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher. Er wacht über seinen Hof. In Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen, überall schaut er hinein.“… aus Astrid Lindgren „Tomte Tummetott“  In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Vorweihnachtszeit und ein sinnenfrohes Weihnachtsfest I.H.

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