„Die Wand“

wand

Auch nach Jahren wieder ein faszinierendes Buch…

Erschienen 1963 ist der Roman „Die Wand“ von Marlen Haushofer das bekannteste und beliebteste Werk der Autorin.

Eine Frau, Anfang 40, übernachtet auf einer einsamen Berghütte. Als sie am nächsten Morgen hinunter ins Dorf steigen will, steht sie vor einer unüberwindbaren gläsernen Wand. Alles Leben jenseits dieser Wand scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Sie als einzige Überlebende richtet sich mit Hund, Katze und Kuh in der Berghütte ein.

Eindringlich wird der alltägliche Überlebenskampf dieser Frau geschildert. In einer Art Tagebuch wird die Wesensveränderung, Auseinandersetzungskraft und Akzeptanz der Situation dokumentiert. Psychologisch fesselnd legt die Erzählerin das Zurückgeworfenwerden auf die wesentlichen Überlebensstrategien dar. Die Fürsorge für ihre Tiere reißt die Protagonistin viele Male aus tiefen Depressionen und Aufgabegedanken.

Faszinierend für mich wird der alltägliche, von unserem derzeitigen Lebensstandard weit entfernte, Überlebenskampf geschildert. Gleichzeitig setzt sich die Hauptperson auch gedanklich mit den Lebensfragen: Wer bin ich? Welchen Sinn hat das menschliche Leben? Gibt es gesellschaftliche Verantwortung? Warum kämpfe ich ums Überleben? auseinander.

Diese Erzählung habe ich vor ca 25 Jahren während meiner Studienzeit gelesen und jetzt, angeregt durch die Kinoverfilmung mit Martina Gedeck – die ich leider im Kino verpasst habe (ist dieses Buch überhaupt verfilmbar?) – noch einmal. Auch dieses Mal entwickelte das Buch einen unwiderstehlichen Sog und zog mich in seinen Bann.

Mitte Mai wird der Film als DVD erscheinen und ich werde ihn mir bestimmt in der Stadtbibliothek ausleihen. Vielleicht hat ihn bereits jemand im Kino gesehen und berichtet mal kurz darüber?…

(ek)

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2 Gedanken zu „„Die Wand“

  1. schön, dass ihr jetzt auch bloggt. noch schöner wäre, wenn ihr das headerbild etwas kleiner (schmaler) machen könntet. damit gleich was vom inhalt zu sehen ist und nicht erst gescrollt werden muss. vielen dank!

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