Die Musik meines Lebens

Musik. Eine Sache, die schon immer da gewesen ist. Und immer da sein wird. Ob ganz bewusst, wenn wir eine CD hören, ein Konzert besuchen, ein Instrument spielen. Oder unbewusst, wenn sie beim Auto fahren im Radio läuft oder uns an der Supermarktkasse das Geld leichter ausgeben lässt. Pop, Rock, Indie, Alternativ, Hip-Hop, Electro, House, New Wave und wie die ganzen Stile auch heißen, alles Musik. Töne, Texte und Melodien, die uns nerven, traurig machen, in gute Stimmung bringen und uns vor allem tief im Herzen berühren.

Victor Hugo hat mal gesagt: „Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Ich denke, das kann man so stehen lassen.

Mich hat die Musik schon durch viele Phasen meines Lebens begleitet und ist so überlebenswichtig wie die Luft zum Atmen.

Aber bei den unzähligen CDs, die ich schon gehört habe und noch hören werde, wird es immer die Platten geben, die für mich eine große Bedeutung haben und die auch in vielen Jahren noch meine Lieblingsplatten sein werden:

IncubusIncubus – Morning View

Incubus ist seit 2007 meine Lieblingsband. Und ich kann bis heute nicht genau sagen, warum. Klar, die Musik ist großartig, aber das ist längst nicht alles. Diese Band, die sich bereits 1991 gegründet hat, hat etwas, womit sie sich von allen anderen abhebt. Natürlich fällt es mir bei den vielen Platten, die seit dem veröffentlicht wurden, schwer mich für eine bestimmte zu entscheiden. Letztendlich ist es „Morning View“ geworden. „Nice to know you“ ist der erste von 13 Songs, der einen lauten, rockigen Einstieg bietet. Aber mit „Wish you were here“, „Drive“ sowie „11 am“ werden auch die leiseren Töne angeschlagen, was beweist, wie facettenreich Incubus’ Songs sind. Das ganz Besondere daran ist aber der DJ, der ein Teil der Band ist. Kaum vorzustellen, dass die Klänge eines DJs zu handgemachter Rockmusik passen sollen. Hört es euch an, kann ich nur dazu sagen. Dann kann man sich kaum vorstellen, wie die Songs ohne DJ auskommen sollten. Für mich ist es heute unvorstellbar, wie ich so lange ohne Incubus leben konnte. Und als ich am 19. November 2011, nachdem die Hoffnung, ihre Musik noch live erleben zu dürfen, schon lange gestorben ist, tatsächlich in der ersten Reihe in der Arena in Köln stand und Incubus die Bühne betraten, erfüllte sich ein großer Traum.

3 Doors Down3 Doors Down – Seventeen Days

Eine andere Rockband, die unglaublich gute Musik macht und Texte schreibt, mit denen man sich identifizieren kann. Der bekannteste Song ist sicher „Here without you“, den ihr bestimmt schon unzählige Male im Radio gehört habt, ohne zu wissen, wer eigentlich hinter dieser großartigen Ballade steckt. Es sind 3 Doors Down, die neben diesem Song noch viele weitere geschrieben haben. Seventeen Days ist von sechs Alben das, was ich am öftesten gehört habe und mich schon begleitet hat, als ich mit Rockmusik noch so gar nichts anfangen konnte und mein Zimmer eher mit Postern von den No Angels zugekleistert war. Vor allem die Songs „It’s not me“, „Let me go“, „Be somebody“ und „The real life“ berühren mich auch noch nach den unzähligen Malen, die ich sie schon gehört habe. Auf Seventeen Days schaffen 3 Doors Down es, dieses Gefühl mit harten Gitarrenklängen zu verbinden und dabei so authentisch zu bleiben, wie es nur wenige Bands schaffen.

The FrayThe Fray – How to save a life

Kommen wir nun zu einer Band, die sich mit den etwas leiseren Klängen mindestens genauso viel Gehör verschaffen, wie eine laute Rockband. The Fray ist mit 3 Alben noch nicht ganz so lange musikalisch unterwegs wie 3 Doors Down und Incubus, aber haben mindestens genauso viel vorzuweisen. Das erste Album „How to save a life“, welches 2006 erschienen ist, enthält neben dem ersten Hit „Over my head“ noch elf weitere Songs, die unter die Haut gehen. Natürlich zählt die Band immer als Ganzes, aber ohne Isaac Slade, wäre The Fray nicht das, was es heute ist. Vor einiger Zeit hab ich immer gesagt: „Isaac Slade, den heirate ich mal“. Denn die unbeschreibliche Stimme des Sängers ist so leise und sanft und hat gleichzeitig soviel Ausdruck und Stärke, die Gänsehaut verleiht und zu Tränen rührt. Ich hatte vor ein paar Jahren die Ehre mir Songs wie „Look after you“ und „She is“ live auf einem Konzert anzuhören. Und wurde verzaubert. Und dafür braucht es nicht viel. Ein paar Musiker, Gitarren, ein Klavier, und Songs, die so ehrlich sind, dass viele lieber weg hören. Aber genau das zeichnet diese Band aus und macht sie so großartig. Mit einer solchen scheinbaren Leichtigkeit Dinge sagen zu können, die keiner auszusprechen wagt. The Fray beweisen, dass es noch handgemachte Musik gibt, die echt ist. Deshalb gehört „How to save a life“ eindeutig zu meinen Lieblingsplatten.

Ed SheeranEd Sheeran – +

Ein smarter Junge mit Gitarre ist nichts Neues. Sieht man ja quasi an jeder Straßenecke. Aber nicht diesen Jungen mit dieser Gitarre: Ed Sheeran. Der Newcomer aus England ist nicht nur wegen seiner roten Haare, die ein wenig an das Sams erinnern, was ganz besonderes. Letztes Jahr hatte er seinen Durchbruch mit „A-Team“. Ein Song, den viele mitgesungen haben, aber von dem nur wenige wissen, dass er ein sehr ernstes Thema behandelt und auf der Wahrheit beruht. Auch in Songs wie „Small bump“, erzählt Ed eine wahre Geschichte, die von einem Baby handelt, dass seine Freundin in der Schwangerschaft verloren hat. Aber neben der rührenden Seite, die diese CD hat, sind auch viele Songs dabei, die einfach Freude ausdrücken und man schon bei den ersten Tönen nicht anders kann, als laut mitzusingen. Denn das ist auch Musik. Spaß und Freude am Leben. Das man wohl erst zu schätzen weiß, wenn man auch die dunklen Seiten des Lebens erfahren hat. Und durch jede dieser Phasen wurde Ed Sheeran von ein und derselben Gitarre begleitet, die ein wenig an eine Kindergitarre erinnert. Auf der Vorderseite prangt eine rote Tatze, die mittlerweile zu Eds Markenzeichen geworden ist. Die Gitarre selbst hat es leider nicht ganz soweit geschafft. Die hat er im wahrsten Sinne „kaputt gespielt“. Na wenn das mal nicht der größte Beweis für handgemachte Musik ist…

 Biffy ClyroBiffy Clyro – Opposites

Zu dieser CD muss ich eigentlich gar nicht mehr viel sagen, da ich schon mal einen Plattencheck dazu gemacht habe (den findet ihr hier). Aber dass die schottische Band super ist, kann ich gar nicht oft genug sagen. Ich bin noch nicht so lange Fan von Biffy Clyro wie manch andere, die behaupten, dass die Musik früher „besser“ war, sich mehr von anderen Bands abgehoben hat. Aber trotzdem finde ich, „Opposites“ sollte genauso geschätzt werden, wie alle CDs davor. Denn es handelt sich immer noch um Musik, die einen eintauchen lässt, in eine Welt, in der man durch Biffy Clyro den ganzen Schmerz und Leid leichter erträgt. Und in der Freude und Liebe noch mehr Bedeutung haben. Allein deshalb ist diese CD besonders und ist zwischen meinen Lieblingsplatten genau richtig.

PinkP!nk – Greatest hits…so far

Endlich mal eine Frau unter den ganzen Männern! Die sich keinesfalls hinter diesen verstecken muss. Pink hat zu Beginn ihrer Karriere tatsächlich mit Hip-Hop angefangen. Das war schon 1999. Schnell war aber klar, dass ihr Herz für Rock-Pop schlägt, eine Musikrichtung die ihrer rauchigen Stimme gerecht wird. Sechs Studioalben hat die Künsterlin, oder Überlebenskünstlerin, wie ich sie gerne nenne, schon aufgenommen. Und ich bin mir sicher, da kommen noch eine Menge dazu. Deshalb habe ich mich auch für Pinks „Greatest hits…so far“ entschieden. Auf dieser CD sind alle erfolgreichen Songs wie „Trouble“, „Just like a pill“ oder „Family portrait“, die ihre Persönlichkeit zum Vorschein bringen. Denn Pink singt nicht nur ihre selbstgeschriebenen Songs, sie lebt sie. Das merkt man aber nicht nur auf CD, sondern vor allem auf ihren unglaublichen Konzerten. Viele schwärmen immer über die Akrobatik und den vollen Körpereinsatz, den Pink auf der Bühne bringt. Was mich aber viel mehr beeindruckt hat, ist eine Frau, die eine Geschichte erzählt. Ihre Geschichte. Anstatt sich von all den Dingen, die sie schon durchmachen musste, unterkriegen zu lassen, trotzt sie diesen mit einem Charme und einem Lebenswillen, der alle anderen blass aussehen lässt. Pink war für mich schon immer eine starke Frau, die ich bewundert hab, aber seit dem Abend, an dem ich ihr Konzert besucht hab, ist sie ein Vorbild. (Einen ausführlichen Bericht über ihr tolles Konzert findet ihr hier.)

Panic! at the DiscoPanic! at the Disco – A fever you cant’t sweat out

Und zu guter Letzt: ein Album, das fetzt 😉 „A fever you can’t sweat out“ war das Debütalbum der Jungs von Panic! at the Disco. Und hat mit Sicherheit die Songs mit den skurillsten und vor allem den längsten Titeln. Das sollte einen aber nicht vom Anhören abschrecken, denn „The only difference between martyrdom and suicide is press coverage“ oder „There’s a good reason these tables are numbered honey you just haven’t thought of it yet“ ist Indie-Disco-Rock vom Feinsten und was immer einen plagt, beim Hören bekommt man gute Laune und fängt wie wild an zu tanzen. Es ist eben „A fever you can’t sweat out“.

Ich könnte noch ewig so weiter machen und von meinen Lieblingsplatten schwärmen, aber das würde unser Blog nicht verarbeiten können…Ich hoffe, ich konnte euch trotzdem einen kleinen Einblick geben, in die Musik, die mich am meisten bewegt. Natürlich ist es schwer, Musik zu beschreiben ohne sie euch vorspielen zu können. Aber vielleicht habt ihr Lust bekommen, euch die eine oder andere CD anzuhören und euch eine ganz eigene Meinung darüber zu bilden. Denn erzählen kann ich viel, aber wie gesagt: das was Musik uns gibt, kann man nicht in Worte fassen.

(rx)

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