Gedicht der Woche: Sehnsucht nach dem Frühling

O wie ist es kalt geworden
und so traurig, öd und leer!
Rauhe Winde wehn von Norden,
und die Sonne scheint nicht mehr.

Auf die Berge möcht ich fliegen,
möchte sehn ein grünes Tal,
möcht in Gras und Blumen liegen
und mich freun am Sonnenstrahl.

Möchte hören die Schalmeien
und der Herden Glockenklang,
möchte freuen mich im Freien
an der Vögel süßem Sang.

Schöner Frühling, komm doch wieder,
lieber Frühling, komm doch bald,
bring uns Blumen, Laub und Lieder,
schmücke wieder Feld und Wald!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben  1798-1874

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Herbstgedicht

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris

Sommer Psalm

Herr, es gibt Leute die behaupten der Sommer käme nicht von Dir
und begründen mit allerlei und vielerlei Tamtam und Wissenschaft und Hokuspokus
dass keine Jahreszeit von Dir geschaffen und dass jeder ein Kindskopf der das glaubt
und dass noch keiner Dich bewiesen hätte und dass Du nur ein Hirngespinst
ich aber hör nicht drauf und hülle mich in Deine Wärme und saug mich voll mit Sonne
und lass die klugen Rechner um die Wette laufen
ich trinke den Sommer wie den Wein
die Tage kommen groß daher und abends kann man unter
Deinem Himmel sitzen und sich freuen
dass wir sind und unter Deinen Augen leben.

Gedicht von Hanns Dieter Hüsch (1925-2005)

Ein schönen sonnigen Tag wünsche ich allen! I.H.

…ein Gedicht aus meiner Kindheit…

Kornfeld
Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten.
„Ich hab den Acker wohl bestellt,
auf reine Aussaat streng gehalten;
nun seh mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan!“

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
mit bunten Blüten reich beladen;
im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt: „Sieh Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht!“

Ich weiß, es ist ein wenig kitschig … aber I love it ! ( In jedem steckt ein kleiner Gartenzwerg).
Mit Herzblut geschrieben von Julius Karl Reinhold Sturm (1816-1896).
Doris Beste

Wenn der weiße Flieder wieder blüht …

… hallo liebe Gartenfreunde!

Es ist Mai und im Garten blüht und sprießt alles aus dem Boden.
Vergissmeinnicht, Maiglöcken und natürlich der Flieder! Und wie alles duftet und riecht! Herrlich – für mich eine der schönsten Jahreszeiten. Und wenn die Sonne sich ab und an zeigt, was will Frau / Mann mehr.

Weißer Flieder im Mai 2013

Weißer Flieder im Mai 2013

Ihr braucht noch Anregungen für den Garten? Kein Problem! Besucht uns in der Bibliothek, hier bieten wir verschiedene Zeitschriften rund um den Garten, die Blüten und Beete an.

Eine tolle Zeitschrift ist  „Mein schöner Garten“. Hier gibt es tolle Tipps und Kniffe, wie alles im eigenen Grünen gedeihen kann.

Also buddelt kräftig und gebt dem Unkraut im eigenem Garten keine Chance! 🙂
Für mich persönlich ist Unkraut zupfen das Highlight im Garten! Und für Euch?

Sonnige Grüße sendet Euch
Lucy