Unsere Gewinner des Wochenendes

Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist an den amerikanischen Informatiker, Musiker und Schriftsteller Jaron Lanier verliehen worden.

Lanier wird für ein Engagement in der Humanisierung der digitalen Welt geehrt. Mit seinem jüngsten Werk „Wem gehört die Welt?“ ruft er dazu auf, der digitalen Welt Strukturen vorzugeben – die Überwachung und den Missbrauch einzuschränken und die Rechte des Individuums zu stärken.

Für diesen Einsatz gibt es auch von uns einen dicken Daumen hoch!

Einer der wenigen Menschen, die noch nicht wissen, dass Patrick Modiano den Literatur – Nobelpreis 2014 erhalten hat, scheint er selbst zu sein. Der Franzose sei nicht erreichbar, erklärte die Schwedische Akademie am Donnerstag. 1968 mit seiner Parodie des Antisemitismus „La place de l’etoile“ bekannt geworden, kann er mittlerweile auf eine beachtliche Anzahl an Werken verweisen. Modianos Romane erzählen geistreich aus den Erinnerungen unterschiedlichster Menschen und sind auch unter Kritikern sehr beliebt.

Und bei euch, wen möchtet ihr gerne lesen – Lanier oder Modiano?

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Geburtstag der Woche: 28.01.2014 Andrea Berg

Heute vor 48 Jahren, am 28.01.1966 wurde die Schlagersängerin Andrea Berg als Andrea Zellen in Krefeld geboren.Sie wuchs in einer bodenständigen Familie auf. Schon früh zog es sie auf die Bühne. Sie unterhielt ihr Publikum mit kleinen Sketchen und spielte in verschiedenen Bands. Außerdem tanzte sie als Funkemariechen im Krefelder Karneval. Doch zuerst machte sie ihr Abitur und absolviert eine Ausbildung zur Fachwirtin für Ernährung. Danach schloß sich eine Ausbildung zur Arzthelferin an. Nun arbeitete sie einige Zeit in einem Krankenhaus im Ruhrgebiet auf der Intensivstation. Das hat sie, wie sie selber sagt, geprägt und holt sie stets auf den Boden zurück. 1998 wird ihre Tochter geboren. Nach der Scheidung von dem Schlagersänger Olaf Henning heiratet sie einen Hotelier und lebt sehr zurückgezogen auf dem Land. Neben ihrer Karriere als Sängerin betreibt sie zusammen mit ihrem Mann ein Hotel und sucht auch den Kontakt zu den Gästen. Ein Star zum Anfassen! In diesem Sinne herzlichen Glückwunsch und alles Gute Andrea Berg.Bild

Hörbuchtipp: Das Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling

känguruh-manifestKling, Marc-Uwe: Das Känguru-Manifest

Hörbuch Hamburg, Downtown

Hamburg 2011

ISBN 978-3-86909-075-7  (4 CD’s)

 

 

 

 

Marc-Uwe Kling, 1982 geboren, lebt in Berlin-Kreuzberg und ist Liedermacher, Kabarettist und Autor. Er studierte Philosophie und Theaterwissenschaft und tritt vornehmlich auf Berliner Bühnen auf. Er ist ein Meister des Poetry Slams und inzwischen in ganz Deutschland bekannt. Für seine Arbeit hat er schon zahlreiche Preise eingeheimst, wie z.B. den Deutschen Kleinkunstpreis (2012) oder den Deutschen Hörbuchpreis (2013) für die Känguru-Chroniken.

Das Känguru-Manifest ist die Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Insgesamt ist die Serie als Trilogie geplant, d. h. man darf sich schonmal auf den dritten Teil freuen.

Inhaltlich geht es darum, daß Marc-Uwe mit einem Känguru zusammenlebt, welches schnapspralinensüchtig, kommunistisch und nicht immer politisch korrekt ist. Und gerade das macht die teils absurde, bösartige und witzige Komik aus.

Das Känguru arbeitet weiter an der Weltformel und stellt dabei allerhand Unsinn an. Der neue Nachbar, ein Pinguin, gutbürgerlich und spießig, treibt das Känguru zu neuen Höchstleistungen und Verschwörungstheorien.

Es gründet als Antwort auf Facebook ein Asoziales Netzwerk (in dem man Sachen nur schlecht finden und Feinde für sich gewinnen kann) und verübt Anti-Terror-Anschläge. Zitate werden völlig anderen Personen in den Mund gelegt und erhalten so eine ganz neue (und witzige) Bedeutung.

Das Känguru ist böse, anarchistisch und gemein – und das Hörbuch einfach zum Totlachen komisch.

Marc-Uwe Kling liest hervorragend, sich selbst, das Känguru, weitere Personen sowie diverse Fußnoten.

Unbedingt empfehlenswert, auch für die ganze Familie (vielleicht für die Urlaubsreise?), wobei die Kinder natürlich die „Spitzen“ nicht alle verstehen werden.

Viel Spaß beim Zuhören!

ml

Vor 20 Jahren starb Audrey Hepburn (die schönsten Rehaugen Hollywoods!)

Audrey HepburnAudrey Hepburn wurde am 4. Mai 1929 als Edda van Heemstra Hepburn-Ruston in Brüssel geboren. Ihre Mutter zieht mit ihr nach Holland. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges sitzen die beiden dann in Arnheim fest, wo Audrey zur Schule geht und Ballettuntericht am Konservatorium nimmt. Aufgrund der Mangelernährung während des Krieges erkrankt sie an Gelbsucht und später an Magersucht. Diese Krankheit begleitet sie ihr Leben lang. Nach Ende des Krieges geht sie mit ihrer Mutter zurück nach London und arbeitet dort als Büroangestellte. In dieser Zeit ändert sie ihren Namen in Audrey Hepburn. Aufgrund ihrer großen Augen und ihrer grazilen Gestalt fällt sie auf. 1953 gelingt ihr mit „Ein Herz und eine Krone“ der Durchbruch. Sie spielt darin eine englische Prinzessin, die sich im Nachkriegsrom in einen amerikanischen Journalisten verliebt. Leider ist dieser Liebe kein Glück beschienen , und die beiden müssen sich trennen. Großen Erfolg hatte sie auch mit „Geschichte einer Nonne“, „Frühstück bei Tiffany“ und „Charade“. 1954 heiratet sie den Schauspieler Mel Ferrer, mit dem sie auch „Krieg und Frieden“ gedreht hat. Sie bekommen einen Sohn. 1968 läßt sie sich scheiden und heiratet  ein Jahr später den neun Jahre jüngeren italienischen Psychiater Andrea Dotti. 1976 kehrt sie als Marian in „Robin und Marian“ noch einmal auf die Bühne zurück.Danach beendet sie ihre Schauspielkarriere und findet ihre wahre Berufung. Sie arbeitet als Sonderbotschafterin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef. Unermütlich reist sie in Krisengebiete, besucht die Menschen dort und bittet um Spenden. Dank ihrer Berühmtheit erreicht sie viele Menschen und überzeugt sie von der Wichtigkeit ihrer Aufgabe, und davon zu spenden. Leider läßt ihr eine Krebserkrankung nicht mehr viel Zeit. Am 20.01.1993 stirbt sie im Alter von 64 Jahren in ihrem Haus am Genfer See an Krebs. Dank ihrer Filme und ihres Stils, Charmes und Geschmacks wird sie immer unvergessen bleiben. Einige ihrer Filme stehen in der Stadtbibliothek zur Ausleihe bereit.  I.H.

Elizabeth George „Mich faszinieren die Abgründe“

Ursprünglich war Elizabeth George Lehrerin. Aber sie sagt selbst von sich:“Mich faszinieren die Abgründe der Seele! In meiner Kindheit habe ich Kriminalgeschichten verschlungen. Ich frage mich, was Menschen dazu bringt, andere zu töten. Dieser Frage möchte ich in meinen Büchern nachgehen.“

Obwohl Eliszabeth George in Amerika lebt, spielen ihre Bücher in England. Dazu sagt sie: “ Ich bin ein großer Fan der englischen Kultur, schon seit es die Beatles gibt.“  E. George ist in zweiter Ehe mit einem ehemaligen Feuerwehrmann verheiratet.

In ihren Büchern lösen der Graf Lynley und die aus der Arbeiterklasse stammende Barbara Havers gemeinsam die Fälle. Dazu sagt E. George:“ Ich finde es spannender, das Leben eines Aristokraten als das eines Detectives in einer 1-Zimmerwohnung zu schildern. Barabra Havers ist sein Gegenstück als stets bodenständige Kritikerin der elitären Klasse, wo die Morde angesiedelt sind.

Ihre Tatorte findet sie durch Recherche. E. George: “ Zuerst  lese ich über die Region, wo das Verbrechen stattfinden soll. Dann versuche ich die interessanten Orte einzukreisen. Danach fahre ich dort hin und besuche einen Ort nach dem anderen. So finde ich den perfekten Tatort. Manchmal weiß ich es schon, wenn ich dort bin, manchmal erst, wenn ich wieder zu Hause bin.“  Die Verbrechen und somit auch die Ermittlungen finden in den gehobenen Kreisen in England statt. Thomas Lynley ist dort zu Hause, und die aus proletarischen Verhältnissen stammende Havers tut sich damit schwer. So kommt es immer wieder zu Reibereien zwischen den beiden.

Buchtipp: Elizabeth George : „Glaube der Lüge“  Goldmann, 24.99 Euro

Filmtipp: Immer Sonntags 20.15 auf  ZDF Neo : Inspector Lynley   nach Motiven von Elizabeth George

I.H.

150. Geburtstag von Claude Debussy

Der Komponist Claude Debussy wurde am 22. August 1862 im französischen Saint-Germain-en-Laye geboren. Er erhielt zunächst Klavierunterricht bei einer Schülerin Chopins. Ab 1873 studierte er Klavier und Komposition am Pariser Konservatorium und gewann 1884 den Rom-Preis. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Rom kehrte er nach Paris zurück.

Ab 1893 begann Debussy die Arbeit an seiner einzigen vollendeten Oper „Pelléas und Melisande“, die 1902 uraufgeführt wurde. Weitere Werke aus dieser Zeit sind das „Prélude à l’après-midi d’un Faune“ und die „Nocturnes“ für Orchester. In diese Zeit fielen auch verschiedene seelische Krisen, ständige finanzielle Sorgen und Beziehungs-Irrungen und Wirrungen, die vorläufig mit der Heirat mit Lily Texier im Jahr 1899 endeten.

Debussy begann, unter dem Pseudonym Monsieur Croche eine Reihe von kritischen Artikeln zu publizieren und startete ab 1903 eine musikschriftstellerische Tätigkeit.

In den folgenden Jahren schrieb er einige seiner wichtigsten und populärsten Werke, wie „La Mer“ für Orchester, „Estampes“, „Images“, „Childrens Corner“ sowie den ersten Band der „Préludes“ für Klavier. 1908 heiratete er Emma Bardac, mit der er schon seit 1905 eine gemeinsame Tochter hatte. Nach einigen Konzertreisen unter anderem nach England, Holland und Italien und der Veröffentlichung weiterer neuer Werke, machte sich ab 1915 ein Krebsleiden bemerkbar, das Debussy immer mehr schwächte. Er starb am 26. März 1918 in Paris.

Zahlreiche Werke Debussys gibt es natürlich als  CD bei uns  in der Bibliothek.  (ml)

Der Typ mit der Panda-Maske

[…]Baby, glaub mir das Beste bist du,
Hey, vergiss mal den Rest und hör zu
Ich will nie wieder weg, denn es is‘ cool
Ja, ich weiß, es gibt viel, was mir gefällt[…]

 

Wer kennt diese Zeilen nicht? Sie laufen hoch und runter im Radio, auf Partys und in Discos.

 

Cro – der Typ mit der Panda-Maske- ist der Senkrecht-Starter schlechthin dieses Jahr. Alles fing an mit seinem Debüt-Hit „Easy„. Genaues über den Künstler weiß man nicht. Selbst sein Gesicht bekommt man nur sehr selten zu Gesicht, da er es immer unter einer Panda-Maske versteckt.

Seine Songs konnte man stets immer auf seiner Homepage kostenlos runterladen. Doch seit dem 6. Juli.2012 ist jetzt auch sein erstes Album „Raop“ draußen und verkauft sich grandios. Schon jetzt hat er damit die Spitze der Albumcharts in Deutschland und Österreich gestürmt.

Das Album gibt es auch bei uns in der Stadtbibliothek zum Ausleihen – leider im moment verliehen…

Mein ganz persönlicher Lieblings-Song ist „Du„. Läuft es im Radio, drehe ich es auf und singe mit. Ein absolutes Gute-Laune-Lied – das kann man bei dem Wetter draußen sehr gut gebrauchen 🙂

Also reinhören lohnt sich alle mal 🙂

[ar]