Weihnachten in England

Das Weihnachtsfest auf der Insel unterscheidet sich in vielen Aspekten von dem der Deutschen.

Dies erkennt man auf den ersten Blick, wenn man ein englisches Haus betritt. Man findet Misteln, bunte Papiergirlanden und Weihnachtskarten auf dem Kamin von Freunden und Verwandten, meist also einen sehr bunten Haushalt, vor. Der Brauch des Mistelzweiges wird auf die heidnische Tradition der Druiden zurückgeführt, die in ihrer Religion die Mistel verehrten und sie in Opferriten miteinbezogen. Und auch die Weihnachtskarten haben einen historischen Hintergrund: Im Jahr 1843 entwarf John Calcott Horsley eine Karte für den bekannten Staatsbeamten Sir Henry Cole, durch diesen wurden sie populär. Heute werden in der Weihnachtszeit bis zu einer Milliarde Weihnachtsgrüße auf diese Art versandt. Der Brauch des geschmückten Weihnachtsbaumes kommt tatsächlich aus Deutschland und wurde von Prinz Albert eingeführt und bekannt durch ein Foto der königlichen Familie mitsamt einer festlichen Tanne.

Auch das Auspacken der Geschenke läuft anders als hier ab: Die Familie hängt Strümpfe an den Kaminsims und die Kinder warten darauf, dass sie von „Father Christmas“ gefüllt werden. Am 1. Weihnachtstag dürfen die Geschenke dann geöffnet werden. Ein ebenfalls fast genau so wichtiges Ereignis findet an diesem 25. Dezember am Nachmittag statt. Die Queen hält ihre traditionelle Weihnachtsansprache. Der Plumpudding ist ein traditionelles Dessert und folgt häufig auf ein Festmahl mit Rosenkohl, Bratkartoffeln und gebratener Gans.

Ein Knüller im wahrsten Sinne des Wortes sind vor allem für die Kinder die sogenannten „Christmas Crackers“; Weihnachtsknallbonbons gefüllt mit Süßigkeiten oder kleinen Spielen.

Der 26. Dezember ist der „Boxing Day“. Dieser Name kommt von der Tradition, dass früher für den Lieferanten und Händlern eine Weihnachtsbox bereitgestellt wurde. Heute erhalten so eine Box z.B. Müllmänner oder Postboten.

Weihnachtliche Grüße, A. Va .

Weihnachten in Russland

Der Tag des Weihnachtsfestes ist in Russland der 07. Januar. Denn die Zeit wird in Ländern orthodoxen Glaubens nach dem Julianischen Kalender berechnet. Anders als bei uns folgt Weihnachten also nach Neujahr.

Geschenke gibt es aber bereits in der Silvesternacht. Die bringt Дед Мороз [Ded Moros], dt. Väterchen Frost, der in einer Pferdetroika aus dem tiefsten Sibirien kommt. Immer mit dabei hat er seine Enkelin Снегурочка [Snigurotschka]. Auf Deutsch bedeutet ihr Name Schneeflocke oder Schneemädchen und sie steht für das zum Eis gewordene Wasser.

Einen Tannenbaum gibt es auch in Russland. Dieser wird in Schulen, Kindergärten und Konzerthallen aufgebaut und bunt geschmückt. Am Silvesterabend rufen dort alle drei mal nach Väterchen Frost und die Kinder verkleiden sich, tanzen um den Baum herum, singen oder tragen Gedichte vor, um sich so ihre Geschenke zu verdienen.

Vor dem Schlafengehen stellen die Kinder dann einen Teller auf , der am Neujahrsmorgen mit Geschenken gefüllt ist.

(rx)

Weihnachten in den USA

 

In den USA ist Weihnachten, auch Xmas genannt, eine ziemlich laute und bunte Festivität. Zusammen mit Thanksgiving zählt es zu den wichtigsten Familienfesten. Xmas feiert fast jeder US-Bürger. Fast 90 Prozent der Amerikaner sind Christen, doch nicht jeder sieht Weihnachten als religiöses Fest. Wichtig ist, dass man an den „Geist der Weihnacht“ glaubt.

Häuser und Geschäfte sind grell und bunt dekoriert mit vielen Lichterketten  und viel Lametta. Hier gilt das Motto: je mehr Lichter umso besser.

Am Rockefeller Center in New York herrscht zur Weihnachtszeit Hochbetrieb. Die 50. Straße ist der Mittelpunkt des Weihnachtstreibens. Mit der Illuminierung des riesigen Weihnachtsbaumes durch den Bürgermeister wird dort die Vorweihnachtszeit eingeläutet.

Während wir in Deutschland am 24.12. „Bescherung“ feiern, wird dieser Abend in den USA eher beschaulich und ruhig verbracht. Der 25.12. ist der Tag, an dem die Ankunft Christi gefeiert wird. Der Morgen des „Christmas-Day“ ist der Tag der Kinder und der Bescherung. In der Nacht vom 24. auf den 25.12. kommt „Santa Claus“ mit seinem Schlitten und seinen Rentieren Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und Rudolph und legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum oder in die Socken, die am Kamin aufgereiht hängen. Gegessen wird traditionell meist ein Truthahn und viel viel Süßes.

Übrigens ist der Christbaum eine deutsche Erfindung und gelangte erst durch deutsche Einwanderer in die „Neue Welt“.     (ml)

bild usa

Weihnachten in Schweden

tomte_presse„Nun ist es Nacht. Der alte Bauerhof schläft. Es schlafen alle, die dort wohnen. Der Bauerhof liegt tief im Walde. Vor langer Zeit kam ein Mann in den Wald und rodete ihn und baute dort ein Haus. Wer es war, weiß niemand mehr. Die Sterne funkeln am Himmel, der Schnee leuchtet weiß; es ist bitter kalt. In einer solchen Nacht geben die Menschen acht, dass das Feuer im Herd nicht erlischt. auf dem einsamen, alten Hof schlafen jetzt alle, alle außer einem… Tomte Tummetott. Tomte Tummetott ist wach. Er wohnt in einem Winkel auf dem Heuboden, unf nur des Nachts, wenn die Menschen schlafen, kommt er hervor. Alt ist Tummetott, uralt. Viele hundert Winter hat er erlebt. Wann er auf dem Hof einzog, weiß niemand. Doch alle wissen, dass er dort wohnt. Wenn die Menschen am Morgen erwachen, finden sie seine winzigen Fußstapfen im Schnee, aber niemand hat Tummetott je gesehen. Auf leisen Sohlen schleicht Tummetott im Mondlicht umher. Er wacht über seinen Hof“…….  aus Astrid Lindgren „Tomte Tummetott“  auszuleihen in der Bibliothek. Doch diese Nacht ist anders. Denn es ist Weihnachten auf dem Hof. Die Kinder liegen nach der Bescherung müde und zufrieden im Bett und schlafen tief und fest. Genauso wie der Bauer, den man aus seiner Kammer schnarchen hört. Die Bäuerin schläft neben ihm. Heute ist Heiligabend, das wichtigste Fest in Schweden!!!!!!! Es ist ein Fest des Lichts, des vielen Essens und der Geschenke. AmTag vor Heiligabend wird der Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer aufgestellt und mit Kugeln, Kerzen und Lametta geschmückt. (aus Deutschland übernommen)

Am nächsen Morgen, dem Morgen des heiligen Abends besuchen die Schweden in der Regel Freunde oder Verwandte. Dann geht es nach Hause, und dort ist dann Fernsehzeit. Ab 15:00 Uhr unterhält Donald Duck und seine Familie aus Entenhausen die Menschen in Schweden. Familie Duck gehört seit 25 Jahren fest zum Weihnachtsfest. Oftmals klopft es nun an die Tür, und draußen steht der Weihnachtsmann. In rotem Mantel und mit wehendem Bart bringt er die Geschenke. Eigentlich ist er aber gar kein Mann, sondern eine Art Zwerg, der die Familie beschützt. Ein Tomte, wie Tomte Tummetott eben. Nach der Bescherung heißt es nun:  ran ans Weihnachtsessen:  dafür wird ein Tisch weihnachtlich gedeckt, und es wird Wurst und Schinken, Sülze, Hering, Brot und Rotkohl  aufgefahren. Dazu gibt es Julmust, eine Art Limonade oder Weihnachtsbier. Vor und nach dem Essen wird Glögg getrunken. Glögg ist so ähnlich, wie bei uns der Glühwein. Außerdem bleiben am Weihnachtstag die Fenster geöffnet, damit Nachbarn und Freunde Geschenke hereinwerfen können. Doch bei der vielen Feierei darf man den Tomte nicht vergessen. Denn auch er will für seine Arbeit, die er das ganze Jahr und auch Weihnachten geleistet hat, entlohnt werden. Die Familie stellt ihm am Heiligabend einen Milchbrei vor die Tür.“ Und so schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher. Er wacht über seinen Hof. In Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen, überall schaut er hinein.“… aus Astrid Lindgren „Tomte Tummetott“  In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Vorweihnachtszeit und ein sinnenfrohes Weihnachtsfest I.H.